Aufstellungsarbeit

Die integrale Organisations- und Strukturaufstellung (IOSA) ist ein Verfahren, in dem familiäre oder berufliche Strukturen und Beziehungen in ihrem systemischen Zusammenhang angeschaut werden. Dabei bilden Repräsentanten oder Symbole durch ein Aufstellen im Raum das innere Bild des Klienten ab, was dann nach außen sichtbar wird und somit erkannt und wahrgenommen werden kann. Durch Umstellungen, Rituale und Rückgaben können Verstrickungen gelöst und neue Lösungswege gefunden werden.

 

IOSA ist angelehnt an die systemischen Strukturaufstellungen nach Matthias Varga von Kibéd  und Insa Sparra. Die Aufstellungsarbeit ist lösungsorientiert und bietet Formate an, die es ermöglichen, mit dem spezifischen Problem des Klienten gezielt zu arbeiten.

 

Ziel einer Aufstellung ist es, die Ressourcen des Ratsuchenden zu aktivieren, sodass er sich im aufgestellten System dem gewünschten Ziel nähern kann. Beim Ziel kann es sich z. B. um glückliche oder harmonische Beziehungen in Familie, Partnerschaft und Beruf, Gesundheit, berufliche Entfaltung, Vision oder Sinnsuche handeln.

 

Aufstellungsformate sind:

Aufstellungen wirken

Das Aufstellungen wirken hat jeder, der sich nicht nur intellektuell mit Aufstellungen befasst, sondern auch als Teilnehmer bei systemischen Seminaren war, selbst erlebt. Wissenschaftliche Studien* belegen eine signifikante und klinisch-therapeutisch relevante Verbesserung auf den psychischen Dimensionen der Teilnehmer

  • durch Abnahme der generellen psychischen Belastung durch Familienaufstellungen
  • durch positive Veränderung im Selbst–Konzept, der Selbstakzeptanz und Abnahme von Selbstunsicherheit. 

Ablauf einer Aufstellung

Nach einem kurzen Vorgespräch bzw. einer Voranalyse mit dem Klienten, wählt der Aufstellungsleiter das geeignete Aufstellungsformat (Aufstellungsformate siehe oben) aus. Der Klient wählt dann Repräsentanten oder Symbole aus, die sein inneres Bild zu einem bestimmten Anliegen abbilden sollen. Im weiteren Verlauf stellt der Klient die Repräsentanten, oder Symbole nach einer vorgegebenen Reihenfolge im Raum auf. Allein durch die Abbildung des nun sichtbaren inneren Bildes, kommt ein heilsamer Prozess in Gang.

 

Durch Umstellungen, rituelle Sätze, Tests, Ablösungen und Rückgaben können nun Verstrickungen gelöst und ein Lösungsbild erarbeitet werden. Das nun veränderte innere Bild bringt einen heilsamen Veränderungsprozess in Gang, der andere Lösungswege aufzeigt und inneres Wachstum ermöglicht. 

Mein Ansatz

Seit 20 Jahren bin ich im therapeutischen Bereich selbständig tätig. Durch den psychosomatischen Schwerpunkt meiner Arbeit bin ich schon früh mit systemischer Aufstellungsarbeit in Berührung gekommen. Dadurch wurde eine ganzheitlich umfassende Therapie möglich, die sich mit den Hintergründen und Zusammenhängen der Symptome oder Krankheiten befassen konnte.

 

Durch meine langjährige Erfahrung als Hospizbegleiterin und den tiefgreifenden spirituellen Erfahrungen, die damit einhergingen, habe ich lange nach einer Methode gesucht, Spiritualität in meine Arbeit mit einzubeziehen. Verschiedene spirituelle Therapieansätze/Ausbildungen und die eigenen spirituellen Erfahrungen durch langjährige Sterbebegleitung haben mich zu Ken Wilbers integraler Theorie & integraler Lebenspraxis geführt, in dem ein einzigartiger neuer Ansatz für Selbstentwicklung und höherem Gewahrsein aufgezeigt wird.

 

Durch spirituelle Bewusstseinsaufstellungen wie der Glaubenspolaritätenaufstellung (GPA) fließt dieses neue Wissen nun in die Aufstellungsarbeit mit ein. Meine angewandte Methode ist die Integrale Organisations & Strukturaufstellung IOSA.

 

* Studie: 1998-2001 durch Kooperation des Lehrstuhl für klinische Psychologie der Ludwig–Maximilian- Universität München (Prof. Dr. Willi Butollo) mit dem Syst-Ausbildungs-Institut. Quelle: Pierre Frot Lexikon des Familienstellens und der systemischen Aufstellungsarbeit Schirner Verlag 2013